Vera Boheim

Gastkünstlerin Vera Boheim zu Gast in der Galerie -3malArt- in Endingen.

Vera Boheim PortraitVera Boheim, 1970 in Freiburg geboren. 
Mit ihren farbintensiven, lebensfrohen Bildern zeigt sie auf die schönen Seiten unseres Lebens. Sie nutzt die Kraft der positiven Symbole, dabei verweist auf die gemeinsame, internationale Bildsprache der Symbolik. Die Leuchtkraft ihrer Bilder soll ihre lebensbejahende Grundeinstellung unterstreichen. Wenn ihre innersten Gefühle und Gedanken sich mit meinen „äußeren“ Lebensumständen verbinden dürfen, entstehen so ihre Bilder. Dabei „taucht“ sie ganz in das „Schaffen“ ab. Dabei finden die Farben und Symbole oft ihre Stellen auf den Bildern selbst.Beim Malen ganz bei sich selbst zu sein eine kreative, freie und schöpferische Energie dabei zu spüren ist für sie pure Lebensfreude. Joy
Erfüllung findet sie, wenn ihre Werke die Lebensfreude, die sie beim erschaffen empfindet, transportieren. Wenn Menschen beim Anblick ihrer Bilder positive, freudige Gedanken und Gefühle hegen, dann habe sie es schafft ihre Lebensfreude – JOY- weiter zu geben.Interview mit Vera BoheimWann war dir bewusst, dass du in die kreative Richtung arbeiten möchtest und warum?Seit meiner Kindheit habe ich mich mit Kunst beschäftigt, Kunst geschaffen im Kleinen ausgestellt und auch verkauft. Erst seit Sommer 2011, als die Serie JOY „geboren“ wurde ist mir klar: Diese Werke sind dazu gemacht, in die Welt zu ziehen. Sie möchten raus. Das Malen ist eine innige Leidenschaft, die mir mindestens genau so viel Freude macht, wie den Betrachtern.

Was waren Höhepunkte deines bisherigen Künstlerischen Weges?

Ich liebe besonders die Momente, in denen meine Werke die Menschen zum ersten mal berühren, in denen ein Lächeln und ein kleines “Blitzen” in den Augen zu erkennen ist. Das ist für mich jedes mal wieder ein Höhepunkt auf meinem künstlerischen Weg.

Welches Thema hat es dir besonders angetan und was macht deine künstlerische Arbeit im Besonderen aus?

Mit meinen farbintensiven, lebensfrohen Bildern zeige ich auf die schönen Seiten unseres Lebens. Ich nutze die Kraft der positiven Symbole, dabei verweise ich auf unsere gemeinsame, internationale Bildsprache der Symbolik. Die Leuchtkraft meiner Bilder soll meine lebensbejahende Grundeinstellung unterstreichen. Wenn meine innersten Gefühle und Gedanken sich mit meinen „äußeren“ Lebensumständen verbinden dürfen, entstehen meine Bilder. Dabei „tauche“ ich ganz in das „Schaffen“ ab. Dabei finden die Farben und Symbole oft ihre Stellen auf den Bildern selbst.

 

JOY – Das Leben ist bunt
Vernissage Vera Boheim am 27. April 2012
Laudatio von Eugen Kienzier

Liebe Vera,
sehr geehrte Gäste, Freunde, Bekannte und Kunstliebhaber,

„Freude schöner Götterfunken, Tochter aus Elysium
Freude, Freude treibt die Räder in der großen Weltenuhr Freude trinken alle Wesen an den Brüsten der Natur“

Friedrich Schiller hat in seiner Ode an die Freude die Freude zum göttlichen Prinzip erhoben, welches alles Leben antreibt.
Die Lebensfreude ist auch die Triebfeder von Vera Boheim: in ihrem Privatleben und als Künstlerin. Auf ihrer Homepage steht ihr Motto: „Kunst ist für mich Lebensfreude sichtbar zu machen“.

Ganz in diesem Sinne lautet das Thema dieser Kunstausstellung: “JOY – Das Leben ist bunt“
Die ersten Berührungen mit der Malerei hatte Vera Boheim als Teenager. In dieser turbulenten Zeit beschäftigte sie sich mit der Bemalung von Seidentüchern. Während des Studiums und in den ersten Berufsjahren hat sie sich eher hobbymäßig mit Malen beschäftigt. Vielleicht lässt sich diese Zeit auch als Findungszeit bezeichnen. Es ist die Zeit, in der Sie zu sich selbst gefunden hat und in der Sie künstlerisch experimentiert hat, einen eigenen Stil gesucht hat. Schließlich hat sie 2011 die JOY-Serie gestartet: Sie hatte ihren Stil gefunden und die Malerei wurde vom Hobby zum Beruf.

Die weiteren Stationen möchte ich in Stichworten aufzählen:
– Juli 2011: Ausstellung bei der Veranstaltung „Aktives Landeck“
– Oktober 2011: Ausstellung Kunstmesse Freiburg
– Oktober/November 2011: Ausstellung Kunstverein Teningen
– November 2011: Ausstellung in Königschaffhausen
Es heißt zwar, des Künstlers Brot ist der Beifall. Aber davon gelebt hat noch keiner. Daher möchte ich ganz kurz die Galerien erwähnen, ohne die es nicht geht und die Vera Boheim seit dem letzten Jahr begleiten:
– Galerie Eberwein in Freiburg
– Galerie 3malArt, Endingen
– Galerie Graf Adolf in Köln

Heute nun präsentiert Vera Boheim hier in Teningen in der Bibliothek ihre Ausstellung: JOY – Das Leben ist bunt!

So bunt wie das Leben, so vielfältig sind die Übersetzungen für ,,JOY“: Freude, Lust, Wonne, Entzücken, Erfolg, Vergnügen, Heiterkeit, Frohsinn. Vera Boheim will in ihren Aquarellen ihre positive Lebenseinstellung in all diesen Facetten von „JOY“ auf den Betrachter übertragen. Oder wie Robert Schumann sagt:
„Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens – des Künstlers Beruf!“
Wie schafft die Künstlerin es, all dies in einem Bild einzufangen? Im Zentrum ihrer Bilder werden immer Gebäude dargestellt. Um dies zu verstehen, müssen wir einen kurzen Rückblick auf ihre Ausbildung werfen. Ihr Abitur hat sie am technischen Gymnasium in Emmendingen erfolgreich bestanden. Nach Absolvierung einer Lehre zur Bauzeichnerin hat sie Architektur an der Technischen Universität in Karlsruhe studiert.
Wenn man Architektur als Auseinandersetzung der Wechselbeziehung zwischen Mensch, vom Menschen geschaffenem Raum und Zeit versteht, dann hat Vera Boheim erfahren müssen, dass diese Auseinandersetzung aufgrund wirtschaftlicher Begrenzungen sehr häufig nicht geführt wird. Beispiel: Kinderzimmer werden nicht an den Bedürfnissen eines Kindes in dessen gesamter Kindheit geplant, sondern die Aufgabe für den Architekten lautet: das Zimmer muss so klein wie möglich sein. Walter Gropius, einer der großen deutschen Architekten hat dies so ausgedrückt: “Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres versaqens. menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.“
Das Spannungsverhältnis zwischen „Grenzen setzen und Dinge geschehen lassen“ leitet Vera Boheim bei ihren Aquarellarbeiten. Konsequenterweise sprengt sie daher bei der Darstellung von Gebäuden die architektonischen Grenzen, die sie in ihrem Studium gelernt hat. Die Häuser stehen nicht gerade, haben krumme Fenster, grinsende Türen, kommen fast wie Menschen auf den Betrachter zu, sie umarmen sich und man könnte noch weitere Attribute finden. Diese Häuser symbolisieren die Menschen, die in ihnen wohnen. Vera Boheim macht mit dieser Darstellung deutlich, dass die Häuser den Menschen dienen müssen und keinen Selbstzweck erfüllen dürfen.
Indem sie die Gebäude als Symbol für die darin lebenden Menschen in das Zentrum ihrer Bilder stellt, wird der Einfluss ihrer Weiterbildung zur Feng Shui Beraterin deutlich, die sie im Anschluss an ihr Studium erfolgreich beendet hat. Feng Shui ist die Kunst und Wissenschaft vom Leben in Harmonie mit der Umgebung, wobei der Mensch immer im Mittelpunkt steht. Farben spielen hierbei eine wichtige Rolle. „Grenzen setzen und Dinge geschehen lassen“ gilt jedoch auch für die Verwendung der Farben. Während Feng Shui sehr klare Bedeutungen bestimmter Farben definiert, lässt sich Vera Boheim auch in der Farbwahl nicht in dieses Korsett zwängen.
Die Konturen werden zunächst mit einem schwarzen Filzstift vorgezeichnet. So wird gewissermaßen die Architektur des Bildes festgelegt. Im zweiten Arbeitsgang kommen die Farbverläufe zum Zuge. Es werden überwiegend helle, freundliche Farben verwendet. Aber auch ein tiefes Rot oder ein sattes Blau finden Eingang in die Bilder. Das Leben ist bunt! Wie die Bilder von Vera Boheim.
Es fehlt noch ,,JOY“. Für die Darstellung von “JOY” gestaltet Vera Boheim in ihren Bildern einen Garten mit JOY-Symbolen, der immer im Vordergrund der Gebäude angelegt wird. Wer diesen Garten der Freude durchwandert, findet die klassischen Symbole der Freude: Smileys für Zufriedenheit, Herzen für Liebe und Wärme, Blumen für Schönheit und Freude, Sonne für Wärme und Leben.
Diese klassischen Symbole können jedoch nicht die ganze Palette der Übersetzungen für JOY (ich erinnere: Freude, Lust, Wonne, Entzücken, Erfolg, Vergnügen, Heiterkeit, Frohsinn) abdecken. Es finden sich daher weitere Symbole: Vögel, Schmetterlinge, Schnecken, Eis im Hörnchen, ein Glas Sekt, Musiknoten, ein Sonnenschirm, Urlaubssymbole, Fastnachtsbänder, die irgendwohin gespannt sind, usw. Der Entdeckungsreise durch den Garten der Freude sind kaum Grenzen gesetzt.
Das Passepartout soll ein Kunstwerk in einen Rahmen einpassen. Es stellt somit die Begrenzung des Kunstwerks dar. Doch “Grenzen setzen und Dinge geschehen lassen“ gilt auch hier. Der Garten der Freude wächst auch über die Grenzen des Passepartouts hinaus. So wie es auch in einem natürlichen Garten, der keine Begrenzungen kennt, der Fall ist.
Mit ihrem Stil gelingt es Vera Boheim, die Harmonie zwischen Mensch, Natur und Bauwerk einzigartig darzustellen. Ihre Bilder haben einen hohen Wiedererkennungswert. Der Betrachter kann in ihren Bildern im übertragenen Sinn spazieren gehen und wird immer wieder Neues entdecken. Vielleicht auch das Wort „JOY“, das in jedem Bild versteckt ist.
Symbole sind Zeichen wie Buchstaben. Mit dem Verständnis der Symbolik ist daher jedes Bild von Vera Boheim auch ein Buch über das Leben in Harmonie mit der Umwelt.
Ein arabisches Sprichwort sagt: “Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt.”
Heide Steinmann hat so ein Buch geschrieben. Es trägt den Titel: “Landecker Geschichten von Früher bis Heute“

Die Pflanzen in diesem Garten sind die Geschichten über das Zusammenleben in einer Dorfgemeinschaft ganz in der Nähe, in Landeck. Geschichten über das Zusammenleben von Mensch, Natur und Bauwerk. Bild und Buch ergänzen sich somit in idealer Weise. Diese Symbiose findet ihren Ausdruck im Ausstellungsplakat, das die Burg Landeck im typischen Stil von Vera Boheim darstellt: mit grinsendem Gesicht und einem Garten voller JOY-Symbole.
Ich kenne Heide Steinmann schon seit mehr als 30 Jahren. Und sie ist mit Leib und Seele Landeckerin, wie man so schön sagt. Dort geboren. Dort aufgewachsen. Dort zur Schule gegangen. Und sie lebt dort mit ihrer Familie. Seit ich sie kenne, beschäftigt sie sich mit den Geschichten Landecks. Schon seit vielen Jahren sammelt sie Informationen und Fotos.
An einem Verzell-Obe, den der Verein zur Pflege des Brauchtums in Landeck am 20. November 2004 veranstaltet hat, ist der Gedanke gereift, ein richtiges Buch über die Landecker Geschichten zu schreiben. In der Folgezeit hat sie dann die Aktivitäten verstärkt, um weitere Informationen zu bekommen. Und sie hat die Informationen strukturiert.
Herausgekommen ist das Buch: “Landecker Geschichten Von Früher bis Heute“

Jean Paul hat einmal gesagt: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies“ woraus wir nicht vertrieben werden können.“ In diesem Sinne hat Heide Steinmann einen Paradiesgarten der Erinnerungen an das Leben der Menschen in Landeck in Harmonie mit der Umgebung gepflanzt.
Die Autorin ist heute Abend hier und wird uns gleich einige Passagen aus ihrem Buch vorlesen.
Im Anschluss an die Vorlesung können Sie einen Spaziergang durch die vielfältig angerichteten Gärten unternehmen. Freude entdecken. Erinnerungen austauschen. Gespräche führen. Nehmen Sie einfach ein Stück Lebensfreude mit.
Vera, Dir wünsche ich eine erfolgreiche Ausstellung. Ich bin sicher, dass Dein Prinzip „Lebensfreude zu vermitteln“ von den Ausstellungbesuchern verstanden wird, und sich alle Besucher von Deiner Lebensfreude anstecken lassen.
Ihnen als Gäste des heutigen Abends wünsche ich nun viel Freude bei der Vorlesung Landecker Geschichten und der anschließenden Entdeckungsreise durch die Gärten der JOY-Symbole.

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