Hubert Lang präsentiert Toskana Flair in Endingen

Hubert_LangDer Maler und Bildhauer Hubert Lang zeigt in der Ausstellung der Galerie 3malArt Bilder aus Siena und Skulpturen aus dem Zyklus „Toskana in Bronze“.

Siena, die Stadt der Gotik der Toskana und seit dem 13. Jahrhundert auch Zentrum der italienischen Kunst.
Bereits 1960 bereiste der dazumal angehende Künstler Hubert Lang das erste Mal die Toskana. Bis heute fühlt er sich fest verbunden mit der Leidenschaft, dem Licht und den Menschen aus Italien.
Dies bringt er in seinen Werken zum Ausdruck, die derzeit in der Galerie 3malArt in Endingen zu sehen sind.
Großformatige Gemälde und Bronzefiguren sind im Schaufenster, sowie in der Galerie ausgestellt.
In seinen Gemälden lenkt Lang das Auge des Betrachters stets auf das Eigentliche, vermeidet durch wenige Details abzulenken und schafft straff akzentuierte Kompositionen. Kubische Formen verleihen Langs Kunstwerken eine eigene Handschrift. Lang malt, wie es Cézannes Leitgedanke war, die Natur nach Kugel, Kegel und Zylinder zu behandeln.
 
„Toscana in Bronze“, unter diesem Motto erarbeitete der Künstler in 25 Jahren kunstvolle Szenen – Menschen, Tiere, Gebäude, Landschaften. Verhalten schimmernd
es Oxyd steht für Zeitlosigkeit und Archaik. Die Kleinplastiken sind Unikate und Bronzegüsse nach der „Verlorenen Form“.
Der 1946 in OberaDer_Sonntag_RedBeitr_Langmmergau geborene Künstler hat an der Akademie in München Bildhauerei, sowie an der Kunstakademie Stuttgart Malerei bei Alfred Hrdlika studiert. Die Natur, Camille Corot und Paul Cézanne betrachtet er als seine Lehrmeister.
 
 
Laudatio von Kunsthistoriker Dr. Hajo Düchting zum Künstler
Die Liebe zu Italien, zu seinen Landschaften, seinem Licht und seinen Menschen erfasste nicht wenige Künstler und Schriftsteller. Wir denken sofort an Goethes italienische Reise, der so viele Reisen deutscher Künstler vorausgingen und folgten, von Dürer über die Deutsch-Römer und Nazarener, von Poussin, Lorrain, Corot und Turner bis zu Purrmann und den Modernen und – bis heute – zur nicht nachlassenden Pilgerschaft der ausgewählten zeitgenössischen Künstler, die eine Heimstatt in den Kulturinstituten der Villa Romana in Florenz und der Villa Massimo in Rom fanden und finden.
Hubert Lang gehört in diese Reihe der affiniciatos d’Italia unbedingt hinein. Schon früh erwachte diese Liebe, angefacht von einem Landschaftsbild Hans Purrm
anns „Blick von der Villa Romana auf Florenz“ von 1940, das sich im Haus seines Vaters, des Bildhauers Hubert Lang sen. befand. Erste Reisen nach Italien im Jahr 1960 fanden in Begleitung seines Vaters statt, der ihm, dem angehenden Studenten der Kunst, seine früheren Wirkungsstätten Villa Massimo und Villa Romana zeigte. Während seiner Studienzeit an der Münchner und der Stuttgarter Akademie vertiefte Hubert Lang diese Neigung, die Faszination der italienischen Landschaft und Kunst, im Studium der Malerei der alten Meister.
Sofort nach dem Kunststudium zog es ihn im Jahre 1977 wieder nach Italien, er wollte die Landschaft vor Ort studieren und malen, die Ideen und Anweisungen der Meister befolgen und so seinen eigenen Weg zur Malerei, zur Kunst finden. Er entdeckte für sein Anliegen den kleinen Ort Montechiaro, nur acht Kilometer von Siena entfernt, mit einer stilvollen Villa aus dem 17. Jh. und einem großen Park. In der atmosphärischen Stille der hügeligen Toskana, die sich weit um den Ort ausbreitet, aber auch in Auseinandersetzung mit der großen klassischen Malerei, den Fresken und Gemälden der toskanischen Maler, entwickelte Hubert Lang seinen ganz eigenständigen Malstil: Feinfühlig abgestimmte Kompositionen, die Architektur und Natur zu einem harmonischen Ganzen verbinden, ausgewogene Bildgewichte und Massen, dazu die sorgfältig abgestufte Farbgebung, niemals heftige Kontraste, trotz der komplementären Farben, sondern immer die Balance zwischen Farbton und Helldunkel findend.
Die mit Zypressen besetzten Anhöhen mit dazwischen eingebetteten einfachen Landhäusern der Toskana hat Lang ebenfalls in einigen Bildern in seiner eigenständig entwickelten maniera einprägsam und klar festgehalten. Nie wird der Blick von überflüssigen Details festgehalten, immer wird das Ganze gesucht, die in sich ausgewogene Komposition aus einigen ausgewählten Elementen, die der Künstler in überzeugenden kubischen Formen und mit dem glühenden Farbschmelz des toskanischen Lichtes vor Augen stellt. Gerne schweift der Blick des Künstlers in die Ferne der sich vor ihm sanft ausbreitenden landschaftlichen Formationen. Hier wird sparsam akzentuiert, mit einigen sich dunkelgrün vor hellblauem Himmel und manchmal rosafarbenem Gewölk abhebenden Zypressen, einer bläulich gehaltenen Buschgruppe, dunklen Schlagschatten vereinzelter Bäume, oder einem wuchtig aufragenden Gebäude mit umlaufenden Mauern. Lang ist ein Meister der Komposition, man merkt die jahrelange Schulung an den Klassikern, an Corot, an Cézanne, an Purrmann.
Immer werden zuerst die Grundformen herausgearbeitet gemäß dem Leitsatz von Cézanne, man behandele die Natur nach Kugel, Kegel und Zylinder – die Helldunkelwerte mit der Lokalfarbe abgestimmt und schließlich in einer markanten flächigen Maltechnik, die an die pittura metafisica von Carlo Carra erinnert, wiedergegeben.
Im Einklang mit dem überwältigenden landschaftlichen Erlebnis der Toskana, dem sich Hubert Lang so oft wie möglich in den Jahren seines Künstlerlebens ausgesetzt hat und sicher weiter aussetzen wird, hat der Maler und Bildhauer ein beachtliches Werk geschaffen, das den Vergleich mit seinen Vorbildern, den großen Meistern der frühitalienischen Malerei nicht zu scheuen braucht.
Der Zyklus „Toskana in Bronze“ entwickelte sich über einen Zeitraum von 25 Jahren. Zypresse, Haus, Mensch und Tier sind als archetypische Zeichen einer italienischen Landschaft zusammengefasst. Die beibehaltene Gusshaut unterstreicht mit ihrem verhalten schimmernden Oxyd das Zeitlos-Archaische dieser kunstvoll organisierten Szenen. Der Zyklus besteht aus sich ständig verwandelnden Grundmotiven, die durch die Technik des Gussverfahrens (Guss nach der verlorenen Form) allesamt Unikate sind.
Bitte empfehlen Sie mich weiter: Diese Icons verlinken auf Bookmark Dienste bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Facebook
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • Twitter
  • XING
  • email

Leave a reply

[easy_contact_forms fid=1]

Geöffnet habe ich für Sie:

Montag – Mittwoch von 11:00 bis 17:00

Samstag von 10:00 bis 14:00

oder nach vorheriger Vereinbarung: Mobil: 0162-7799203 oder per Mail: info@3malart.de

Adresse: Hauptstr. 31, 79346 Endingen (hier planen Sie Ihre Route)

Translate »