Ausstellung „Rom und die Römische Campagna“ – Hinterglasbilder & Skulpturen von Hubert Lang

Der Maler und Bildhauer Hubert Lang zeigt Hinterglasbilder und Skulpturen zu Rom und der Römische Campagna vom 11. September – 15. November 2017

Hubert_LangSiena war 2014 der Titel der ersten Ausstellung mit Bildern und Skulpturen von Hubert Lang. Mit dem Thema Florenz folgte 2016 eine weitere Ausstellung in meiner Galerie. Dieses Mal werden Bilder von Rom und der römischen Campagna gezeigt, die in der nur selten anzutreffenden Technik der Hinterglasmalerei gemalt wurden.
Eine Beschreibung zu seinem Werdegang finden Sie weiter unten aufgeführt.

Bericht aus „Der Sonntag“ /8.10.17 von Katja Rußhardt

ROM und die Römische Campagna
Im einzigartigen Rom haben seit der Gründung Generationen von Imperatoren, Päpsten, Architekten, Malern, Bildhauern, Musikern, Dichtern, Politikern und Filmstars gewirkt. Die Stadt ist ein Hort der Geschichte und ein riesiger Tresor von Kunst und Kultur. Jahrhundertelang war Rom das Zentrum des römischen Imperiums und ist noch heute mit dem Vatikanstaat das Zentrum der Katholischen Kirche. Römische Kaiser, kunstsinnige Päpste, machtvolle Patrizier, steinreiche Bankiers und skrupellose Emporkömmlinge waren die großen Auftraggeber und Bauherrn dieser sprichwörtlich „Ewigen Stadt“. Unter dem Kaiser Augustus (31 v. Chr. – 14 n. Chr.) stand die Stadt prachtvoll und unangefochten im Zenit ihrer Macht: Sie erreichte ihre volle Blüte und Bedeutung, war der Mittelpunkt des römischen Weltreichs, das zu enormer Größe angewachsen war.

In der Zeit der Völkerwanderung wurde Rom erobert, zerstört und immer wieder aufgebaut. Aus den Ruinen alter Tempel und eingestürzter Gemäuer entstanden neue, prächtigere Kirchen und Paläste. Mit dem Aufstieg und der stetigen Entwicklung des Christentums sowie mit der Prachtentfaltung der kunstsinnigen Päpste brach nun eine neue Ära mit großem Glanz und Prunk an. Legionen von Architekten, Bildhauern, Malern und Musikern wurden gerufen und arbeiteten hier zum Ruhm der Kirche und somit auch zum Ruhm der „Ewigen Stadt“. Aus ganz Europa kamen Künstler und waren fasziniert und inspiriert vom Reichtum, von der Pracht und der vergänglichen Schönheit dieser geschichtsmächtigen, magischen Stadt.

Im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt einen Ansturm von Künstlern, vorwiegend Malern, aus ganz Europa. Sie waren fasziniert vom pittoresken Stadtbild mit den antiken Ruinen, den herrlichen Kirchen und den reichen Palästen sowie von der malerischen Lage auf den sieben Hügeln mit prachtvollen Pinien und Zypressen. Sie zeichneten und malten zahlreiche Ansichten des Stadtbildes auf Papier und Leinwand. Aber auch das Umland und die nach Osten hin gebirgige Campagna waren beliebte Motive: Berühmte Orte und bekannte Plätze wie die malerische Ruinenlandschaft des Palatin in Rom, die wild überwachsenen, fragmentarischen Gemäuer der Villa Adriana bei Tivoli sowie die mit Pinien und römischen Gräbern gesäumte Via Appia antica waren bevorzugte klassische Malorte. Einerseits idealisierte man die Szenerie wie die Maler Jacob Philipp Hacker, Joseph Anton Koch, Carl Rottmann und Carl Blechen im Geist der gerade aufblühenden Epochen der Klassik und Romantik; beispielhaft ist das berühmte Bild von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein mit dem Porträt von „Goethe in der Campagna“ (Städel Museum Frankfurt). Andere Künstler gaben die schönen Ansichten als genaue und exakte realistische Naturstudien wieder,
die dann oft als Vorlagen für größere repräsentative Atelierbilder dienten und später in private Salons (Sammlung des Grafen Schack in München) oder in herrschaftliche Schlösser wanderten.

Berühmte Künstler, seien es Maler, Bildhauer oder Musiker, studierten über einige Jahre oder auch länger in Rom, und manche blieben für immer dort. Ein Beispiel dafür ist der großartige französische Maler und Meister der vorimpressionistischen Landschaftsmalerei Camille Corot. Er studierte gründlich die italienische Landschaft mit ihrem weichen Licht, ging dann zurück nach Frankreich und entwickelte dort seinen eigenen persönlichen Malstil auf der Grundlage der in Italien erworbenen Malerfahrung.

Das Studium der Kunst und der Natur in Rom und in Italien stand bei vielen Künstlern auch im 20. Jahrhundert am Anfang ihrer künstlerischen Arbeit und Entwicklung. Der Pfälzer Maler Hans Purrmann aus Speyer und Leiter der Villa Romana in Florenz wäre da zuerst zu nennen. Mit seiner wunderbar leuchtenden Farbigkeit hat er zum Thema Rom und Italien einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Näheres zu Hubert Lang
Mein Weg zur Kunst verlief ähnlich. Durch meinen Vater Hubert Nikolaus Lang (1909-1972), dem Bildhauer und Stipendiaten der Villa Massimo in Rom und der Villa Romana in Florenz, lernte ich schon 1960 Rom und Florenz das erste Mal kennen. Während meiner Studienzeit an der Kunstakademie München unternahm ich 1972/73 Studienreisen nach Rom und zeichnete vor Ort mit Skizzenbuch, Pinsel und Leinwand die klassischen Motive (Forum Romanum, Colosseum, Pincio, Tivoli, Olevano, Nemisee, Albano). Besonders mochte ich die Villa Adriana in der Nähe von Tivoli. Damals war sie ein ruhiger, beschaulicher Platz. Heute ist sie ein großer Rummelplatz des modernen Tourismus geworden. Später folgten weitere Reisen nach Rom, wo ich mit Vergnügen in den wichtigsten Museen (Villa Borghese, Vatikanische Museen …) Studien machen konnte.

In den letzten Jahren wandte ich mich verstärkt der Hinterglasmalerei zu, die früher in meinem Geburtsort Oberammergau stark verbreitet war und auch im Schwarzwald und Elsass eine bedeutende Tradition hat. Auf Basis meiner früher in Rom entstandenen Zeichnungen sind nun die neuen Hinterglasbilder gemalt, die jetzt vom 11. September bis 15. November 2017 in der Galerie 3 mal ART in Endingen in der Hauptstraße 31 zu sehen sind.

 

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