Ausstellung „Nerano, Capri und die Amalfiküste“ – Malerei, Zeichnungen, Hinterglasbilder & Bronzeskulpturen von Hubert Lang

Ausstellung „Nerano, Capri und die Amalfiküste“ – Malerei, Zeichnungen, Hinterglasbilder & Bronzeskulpturen von Hubert Lang

Der Maler und Bildhauer Hubert Lang zeigt Malerei, Zeichnungen, Hinterglasbilder und Bronzeskulpturen zu Nerano, Capri und die Amalfiküste vom 28. September – 04. November 2018

Dieses Jahr setzt Hubert Lang seinen Italien-Zyklus mit dem Thema Nerano/Amalfi/Capri in meiner Galerie fort. Nach drei Ausstellungen zum Thema Siena (2014), Florenz (2016) und Rom (2017) zeigt der heute in Riegel lebende Maler und Bildhauer nun Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen sowie Hinterglasbilder, die sich mit der einzigartigen Landschaft und Kultur dieser berühmten Region Italiens befassen. Fast alle der ausgestellten Werke entstanden bei einem längeren Studienaufenthalt in Nerano an der Amalfiküste.

Nerano, das frühere kleine Fischerdorf, liegt etwas versteckt am Südwestrand der berühmten Amalfiküste zwischen Sorrent und Salerno. Eine Landschaft, die Maler früher wie heute immer wieder magisch anzieht. Der historische Ort Amalfi, einst im Mittelalter eine bedeutende Seerepublik, war besonders im 19. Jahrhundert eine wichtige Inspirationsquelle für bedeutende Künstler der Deutschen Romantik wie beispielsweise Franz Ludwig Catel (1798 -1819), Johann Heinrich Schilbach (1798 -1851) und den Berliner Maler Carl Blechen (1798 – 1840), der in seinem Skizzenbuch die Papiermühlen im Tal von Amalfi in Sepiamalerei festgehalten hat. Sein Malstil zeichnet sich durch eine spontane, lockere und virtuose Pinselführung aus und ahnt bereits den Impressionismus voraus.

In der südlichen Landschaft der Amalfiküste erfüllt sich die Vision des klassischen berühmten Italien-Gedichtes von Johann Wolfgang von Goethe: „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn…“ Und wer einmal den berühmten Film „Amore“ (1947/48) von Roberto Rosselini mit der großartigen Anna Magnani gesehen hat, kann sich dem magischen Zauber dieses Küstenstreifens kaum mehr entziehen.

Die steile Küste ist üppig mit wild wuchernder Macchia bewachsen und von leuchtend gelben Zitronen- und feurig roten Orangenbäumen durchsetzt. Dazwischen stehen locker verstreut die silbrig glänzenden Olivenbäume. Atemberaubende Blicke gibt es vom Bergland über das azurblaue Meer hin zum lichtdurchtränkten, leuchtenden Himmel. In der Tiefe schimmern die zauberhaften Orte Positano und Amalfi. Die Aussicht vom Park der Villa Rufolo in Ravello oberhalb Amalfi gelegen ist legendär und war Inspirationsplatz vieler Maler und Musiker. Es gibt sehr schöne Bilder von Max Peiffer-Watenphul, Hans Purrmann und dem Rosenheimer Heinz Kaufmann, die auch im 20. Jahrhundert diese Landschaft in ihrer Einzigartigkeit feierten.
Hubert Lang reizt es, an diese alte und neue Tradition der Landschaftsmalerei anzuknüpfen, sie persönlich weiterzuentwickeln. Deshalb hat er sich immer wieder seiner Leidenschaft zugewandt, dem Landschaftsmalen in Italien. Malen in freier Landschaft ist für ihn das Glück auf Erden. Die Natur ist ihm Inspiration und Herausforderung zugleich. Ihr Studium ist unendlicher Gewinn, wird immer wieder anders erlebt und zeitigt neue Erkenntnisse.

Die gewaltigen Landschaftseindrücke der Amalfiküste stellen den Künstler vor ganz andere Herausforderungen als die weiter nördlich gelegenen Regionen der Toskana oder Umbriens mit ihren klar geordneten Landschaften, mit denen Hubert Lang sich jahrelang künstlerisch beschäftigt hat. Im Vergleich mit letzteren sind Szenerie und Charakter im Umkreis von Salerno, Amalfi, Sorrent und Napoli völlig anders: spannend, dramatisch, bizarr, spektakulär, mit atemberaubender Perspektive – und darum künstlerisch nicht ohne Schwierigkeiten. Zu Beginn seines Aufenthalts in Nerano, der im April/Mai 1992 erfolgte, schreibt Hubert Lang ins Tagebuch: „Gestern habe ich noch bei Dämmerung den arkadischen Weg, den eselsbreiten, zum Sarazenenturm entdeckt. Links in der Tiefe das schimmernde Meer, rechts steil aufragende Felswände, hier wird mein Malrevier sein…“

Sehr anregend sind in Nerano die Terrassenstrukturen, angepasst und bestens eingefügt in das steil abfallende Gelände. Treppen, Mauern, Gärten, aufgereihte und gestreute Häuser sind schwierig zu gestalten, regen an und fordern heraus, zwingen zum genauen Sehen. Die Terrassen mit den reich blühenden Blumentöpfen bieten sich bestens zum Stilllebenmalen an; so entstanden dann dort viele „Terrassenstillleben“. Sehr malerisch ist auch die einfache, klare, fast schnörkellose Kirche Neranos mit ihrem schlichten Turm, der dem Blick einen Akzent und konzentrierten Halt bietet im verstreut daliegenden Ortsbild, das sich von halber Höhe bis zum Meeresstrand hinabzieht. Ein besonders schöner, mit Motiven gespickter Pfad, führt von Nerano hinauf zum Monte San Costanzo und von hier wieder hinunter über die blühende Macchia zum Cap Punta Campanella. Hier steht man nun gebannt und überwältigt der im magischen Dunst liegenden Insel Capri gegenüber.

Die Regionen Capri, Sorrent, Golf von Napoli, Amalfi, Ravello sowie die anderen Orte, die hier pittoresk liegen, bieten unzählig viele klassische Motive zum Malen und Fotografieren; manche dieser Motive sind inzwischen in gewisser Weise verbraucht und durch ihre massenhafte, oft auch klischeehafte Vermarktung entwertet. Gefahren in der Zukunft liegen im übermäßigen Ansturm der Touristen, wenn achtlos traditionelle Strukturen zerstört werden und durch unbedachten, exzessiven Konsum ein einmaliges Paradies bedroht ist.

Ausstellung
In meiner Galerie wird neben kleineren Arbeiten als Hauptwerk das große Triptychon „Nerano“ (100 x 120 cm, zweimal 100 x 60 cm) gezeigt, das eine Zusammenführung der malerischen Erfahrungen vom Studienaufenthalts Hubert Langs in Nerano (1992) ist. Das Mittelbild zeigt die Ansicht auf den Ort mit Meerblick und den sich staffelnden Häusern und Terrassen. Links das Bild mit der Steilküste, dem tiefen Blick zum Meer hinunter und dem Sarazenenturm, ein Relikt der Maurischen Besatzung. Das rechte Bild zeigt den schmalen Aufgang des Hauses, die Terrasse mit dem Blick auf den hinten hoch aufragenden Monte San Costanzo. In diesem gut gelegenen Haus mit Meerblick wohnte und arbeitete der Künstler bei seinem Studienaufenthalt.

Hinterglasbilder
Hubert Lang, geboren 1946 in Oberammergau, einem ehemaligen Zentrum der Hinterglasmalerei, greift heute wieder und verstärkt jetzt auch in Riegel a. K. auf die fast vergessene Hinterglasmalerei zurück, die sowohl früher einmal im Schwarzwald (z. B. Röthenbach, St.Märgen) und auch im Elsass (Colmar) zu Hause war. Dabei greift er immer wieder auf Skizzen und Bilder zurück, die er auf seinen vielen Italienreisen gemacht hat.
Hinterglasbilder werden entweder mit dem Riss – einer Vorzeichnung mit Feder und schwarzer Tusche – oder frei auf eine Glasscheibe mit Ölfarben gemalt. Nach dem Trocknen der Farben auf der Glasscheibe wird das Bild mit einem farbigen Karton (meist in Kobaltblau) hinterlegt, umgedreht und anschließend eingerahmt. Das Spezifische der Technik ist, dass der Betrachter die direkte Malerei nicht sehen kann, weil sie sich auf der Rückseite der Glasfläche befindet und anders aussieht als die Schauseite vorn, die glatt und nicht bemalt ist. Dadurch entwickeln die Hinterglasbilder eine starke Leuchtkraft, die zum Wesen dieser Malerei gehört.

Zur Ausstellung wird der neue Katalog zur Hinterglasmalerei von Hubert Lang vorgestellt

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