Ausstellung „Heimatliches Flair in Endingen“ – Hinterglasbilder von Hubert Lang

 

 

 

 

 

Der Maler und Bildhauer Hubert Lang zeigt Hinterglasbilder vom Kaiserstuhl aus Endingen und Riegel

In einer weiteren Ausstellung setzt sich Hubert Lang nun mit der Landschaft am Kaiserstuhl auseinander und zeigt ab dem 17. September die dort vorgefundenen Motive „hinter Glas“. Die Motive stammen aus Endingen, Amoltern, Königschaffhausen und Riegel. Es sind malerische Dorfansichten, alte Fachwerkhäuser, sanfte Rebhänge und freie großräumige Landschaften.bz_vernissagebericht

Die intensiv leuchtenden Farben seiner Hinterglasbilder knüpfen einerseits an die Tradition der alten Hinterglasmalerei an, sind aber auch inspiriert von den neueren expressiven Hinterglasbildern der Künstler des Blauen Reiters. Hubert Lang hat sich jedoch einen ganz eigenen persönlichen Stil erarbeitet. Er ist fasziniert von dieser besonderen und phantastischen Malerei hinter Glas – dem Leuchten der Scheiben.

Der Bildhauer und Maler Hubert Lang, der vor zwei Jahren von Oberammergau nach Riegel gezogene ist, widmet sich seit fünf Jahrzehnten immer wieder und in letzter Zeit häufiger der nur noch selten gepflegten Hinterglasmalerei.

In seinem Geburtsort Oberammergau war die Hinterglasmalerei vor allem im 19. Jahrhundert stark vertreten. Sie wurde in Heimarbeit gefertigt und in großer Produktion vertrieben. Beste Beispiele dieser Hoch- und Volkskunst finden sich im Oberammergau Museum, von deren bedeutenden Beständen für Hubert Lang die ersten Anregungen kamen: In seiner Ausbildung an der Oberammergauer Schnitzschule 1963 -1966 wurden bereits im Unterricht Hinterglasbilder gemalt.

Im Schwarzwald und im nahe gelegenen Elsass war in vergangenen Zeiten die Hinterglasmalerei stark verbreitet. Sowohl das Augustinermuseum in Freiburg als auch das Unterlinden Museum in Colmar haben bedeutende Bestände der eher als Volkskunst bekannten alten Hinterglasmalerei.

Neue Aktualität erlebte die Hinterglasmalerei durch die Künstler des Blauen Reiters in Murnau. Dort sahen Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, die in Murnau 1908 ein Haus erwarb – das sogenannte „Russenhaus“ – diese einfachen und lebensfrohen Hinterglasbilder in der Sammlung des Murnauer Bierbrauers Johann Krötz. Heute befinden sich diese Bilder im Oberammergau Museum.

Die damals in München und Murnau wirkenden Künstler Wassily Kandinsky, Franz Marc, August Macke, Paul Klee, Gabriele Münter und Heinrich Campendonk, Protagonisten der avantgardistischen Bewegung des Expressionismus, waren begeistert von der farbenfrohen, volkstümlichen Bilderwelt und malten nun selbst Hinterglasbilder mit eigenen Motiven, die sich heute in den Museen der Welt befinden. Im berühmten Almanach des Blauen Reiters wurden einige dieser alten Volkskunst-Hinterglasbilder abgebildet.

Eröffnet wird die Ausstellung am 16. September um 18 Uhr und wird bis zum 15. Oktober ausgestellt.

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